COMPUTER DIENSTLEISTUNGEN SACRÉ

PDF Studio
Bedienungsanleitung

Version 1.0.3 · Windows · .NET 8

1. Installieren und starten

  1. Projekt-ZIP vollständig entpacken.
  2. Das .NET 8 SDK für Windows x64 installieren.
  3. EXE-erstellen.bat starten. Beim ersten Build werden Pakete aus NuGet geladen.
  4. Das Skript erstellt einen neuen Windows-EXE-Ordner und führt den Selbsttest aus.
  5. Nach erfolgreichem Test SacrePdfStudio.exe in diesem Ordner öffnen.

Für einen weiteren PC den kompletten Windows-EXE-Ordner kopieren. Dort ist keine separate .NET-Installation nötig. Unterstützt werden Windows 10 ab Version 2004 und Windows 11, jeweils x64.

Diese Lieferung enthält den vollständigen Quellcode und das Bauskript. Ein Windows-Build konnte in der Erstellungsumgebung noch nicht ausgeführt werden.

2. Die Oberfläche

Links stehen Dateiaktionen und das Handbuch. Daneben befindet sich die Seitenliste mit den Seitenwerkzeugen. In der Mitte siehst du die ausgewählte PDF-Seite. Oberhalb liegen Bearbeitungswerkzeuge und Zoom; rechts stellst du Text, Schriftgröße, Farbe und Bildbreite ein.

Der Dokumentname zeigt „ungespeicherte Änderungen“, sobald das PDF verändert wurde. Unten stehen Seitenzahl, Seitengröße und Drehung. Das Original-Sacré-Logo sowie dunkle Navigation, weiße Flächen und Orange folgen dem vorhandenen Sacré-Programmdesign.

3. PDF öffnen und speichern

Mit PDF öffnen oder Strg+O eine Datei wählen. Alternativ eine PDF ins Fenster ziehen. Eine einzelne abgelegte PDF ersetzt nach der Speicherabfrage das geöffnete Dokument; mehrere abgelegte PDFs werden an das aktuelle Dokument angehängt.

Neues PDF legt eine leere Seite an. Speichern schreibt die Änderungen in die aktuelle Datei. Beim neuen Dokument erscheint die Dateiauswahl. Speichern unter erstellt eine separate Datei und verwendet sie anschließend als aktives Dokument.

Vor dem Schließen oder Öffnen einer anderen Datei fragt das Programm bei Änderungen nach: Ja speichert, Nein verwirft, Abbrechen lässt das Dokument geöffnet. Bei einem Speicherfehler bleibt das Fenster offen. Beim Überschreiben wird zuerst eine temporäre Datei vollständig geschrieben und anschließend atomisch ersetzt.

4. Seiten verwalten

AktionErgebnis
Seite auswählenIn der linken Seitenliste anklicken.
+Leere Seite am Dokumentende anhängen.
Ausgewählte Seite um 90° drehen.
↑ / ↓Ausgewählte Seite eine Position verschieben.
DuplizierenKopie direkt hinter der ausgewählten Seite einfügen.
LöschenNach Bestätigung entfernen. Die letzte Seite bleibt erhalten.

Das Kontextmenü der Seitenliste arbeitet mit der aktuell markierten Seite. Vor dem Rechtsklick die gewünschte Seite markieren.

5. Text und Stempel ergänzen

  1. Text + wählen.
  2. Rechts den gewünschten Text eingeben. Enter erzeugt einen Zeilenumbruch; der automatische Umbruch im Eingabefeld bestimmt nicht den PDF-Zeilenumbruch.
  3. Schriftgröße (4–144 pt), Fett und Farbe einstellen.
  4. Auf der PDF-Seite auf die gewünschte obere linke Position klicken.

Wenn der Text über den Seitenrand ragen würde, wird die Ergänzung abgewiesen. Kleinere Schrift wählen oder Zeilenumbrüche einfügen. Arial unterstützt typische deutsche Texte und das Eurozeichen; nicht alle weltweiten Schriftzeichen oder Emojis werden unterstützt.

Stempel setzt als Vorgabe „GEPRÜFT“ in grün und fett. Du kannst diesen Text etwa durch „BEZAHLT“, ein Datum oder deinen Namen ersetzen und dann platzieren. Das ist ein Textaufdruck, keine elektronische Signatur.

6. Bilder und Unterschriften

  1. Bild auswählen anklicken und PNG, JPEG oder BMP öffnen.
  2. Die gewünschte Breite in Millimetern einstellen.
  3. Auf die obere linke Einfügeposition klicken.

Das Seitenverhältnis bleibt erhalten. Reicht der Platz bis zum Seitenrand nicht aus, verkleinert das Programm das Bild proportional. Für eine eingescannte Unterschrift eignet sich PNG mit transparentem Hintergrund. Es findet keine automatische Hintergrundentfernung statt.

7. Markierungen und Rahmen

Markieren wählen und mit gedrückter linker Maustaste einen Bereich aufziehen. Nach dem Loslassen wird eine transparente Farbfläche ergänzt. Die Farbe kannst du rechts ändern. Rahmen erzeugt stattdessen eine rechteckige Kontur.

Markierungen und Rahmen entfernen keine ursprünglichen Daten und sind keine sichere Schwärzung. Bestehender Inhalt bleibt im PDF enthalten.

Mit Auswahl oder Escape zum normalen Ansichtsmodus wechseln. Escape bricht auch einen begonnenen Rahmen ab.

8. Rückgängig und Wiederholen

Die Pfeile neben „Speichern unter“ oder Strg+Z / Strg+Y machen Dokumentänderungen rückgängig beziehungsweise stellen sie wieder her. Bis zu 30 Schritte werden gehalten, solange die gespeicherten Rückgängig-Dateistände zusammen nicht mehr als 128 MiB benötigen. Bei großen PDFs können daher weniger oder keine Rückgängig-Schritte verfügbar sein.

Eine neue Änderung verwirft den Wiederholen-Zweig. Öffnen und Neues PDF leeren die Historie; Speichern erhält sie innerhalb der Sitzung. Textfelder besitzen ihre eigene übliche Strg+Z-Funktion. Nach erneutem Öffnen lassen sich ergänzte Elemente nicht einzeln verschieben oder löschen.

9. Zusammenführen und Export

Zusammenführen öffnet eine Mehrfach-Dateiauswahl und hängt deren Seiten an das aktuelle PDF an. Die Reihenfolge kannst du anschließend mit den Seitenpfeilen korrigieren. Falls eine Quelldatei fehlschlägt, bleibt der bisherige Dokumentstand erhalten.

Seiten exportieren akzeptiert beispielsweise 1,3-5. Seiten werden in aufsteigender Reihenfolge exportiert, doppelte Angaben einmal berücksichtigt. Das aktive PDF bleibt unverändert. Verwende einen anderen Ausgabepfad als den des geöffneten Dokuments.

Der Export und das Zusammenführen übernehmen Seiten. Dokumentweite Anlagen, Lesezeichen, Signaturen und Formularfunktionen werden nicht als vollständig erhalten zugesichert.

10. Vorschau und Drucken

Mit + und − den Zoom verändern; Einpassen passt die Seite in den sichtbaren Bereich ein. Größere Seiten können horizontal und vertikal gescrollt werden.

Drucken oder Strg+P öffnet die Windows-Druckerauswahl. Dort einen Drucker und bei Bedarf einen Seitenbereich auswählen. Es sind maximal 100 Seiten pro Auftrag vorgesehen. Jede Seite wird als Bild gerendert, proportional in den bedruckbaren Bereich eingepasst und an den Drucker übergeben. Für eine normale PDF-Datei mit ihren ursprünglichen Vektorinhalten stattdessen „Speichern unter“ verwenden.

11. Grenzen und besondere PDFs

Version 1.0.3 ergänzt PDF-Inhalte und verwaltet Seiten. Sie enthält keine Word-artige Bearbeitung vorhandener Texte, OCR, interaktive Formularbearbeitung, Passwortverwaltung, sichere Schwärzung oder digitale Signierung.

Zum Platzieren neuer Inhalte muss die Seitendrehung 0° betragen. Bei Bedarf zuerst drehen, ergänzen und wieder zurückdrehen. Abweichende Beschnittbereiche, Seitenursprünge und PDF-Maßeinheiten werden für Ergänzungen abgefangen, damit Inhalte nicht an der falschen Stelle landen.

Bearbeitete Dokumente werden nicht auf PDF/A oder E-Rechnungskonformität geprüft. Bei signierten PDFs kann Bearbeiten die Signatur ungültig machen. Für Originale mit wichtigen Anhängen oder besonderen Formaten eine separate Arbeitskopie nutzen.

12. Tastenkürzel

KürzelFunktion
Strg+OÖffnen
Strg+NNeues PDF
Strg+SSpeichern
Strg+PDrucken
Strg+Z / Strg+YRückgängig / Wiederholen
EscapeAuswahlmodus / Zeichnen abbrechen

13. Fehler und Selbsttest

Das Bauskript schreibt Build-Protokoll.txt neben die Projektdateien. Der Selbsttest protokolliert unter %LOCALAPPDATA%\SacrePdfStudio\Selbsttest-Protokoll.txt; das Skript kopiert die Datei nach dem Test in den Projektordner.

Der Test prüft neue Dokumente, Umlaute, Text, Bilder, Seitenreihenfolge, Duplikate, ungültige Eingaben, Rückgängig/Wiederholen, Unicode-Dateipfade, atomisches Speichern, Zusammenführen, Export, das Logo, WPF-Ressourcen und die Windows-PDF-Vorschau.

Zur Wiederholung kann SacrePdfStudio.exe --self-test gestartet werden. Testdaten werden in einem eigenen temporären Ordner erzeugt und anschließend entfernt. Eigene PDFs werden dabei nicht verändert.

Manuell nach dem ersten erfolgreichen Build prüfen: eine eigene PDF öffnen, Text oben und unten platzieren, Bild und Markierung ergänzen, speichern und in einem zweiten PDF-Programm öffnen. Danach Seiten drehen/verschieben und eine Testseite drucken. Diese Windows-Prüfung wurde in der Erstellungsumgebung noch nicht durchgeführt.